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61

Dienstag, 7. Februar 2012, 17:44

N?t?lich hat ein Reifen auch Verschlei?, wenn man auf einer Ebene mit konstanter Geschwindigkeit f?hrt.

Der Reifen ?bertr?gt ja eine Kraft auf die Stra?e. Es gibt eine Reibung an der Verbindung zwischen Stra?e und dem Reifen. Auch wenn es keinen Schlupf gibt werden durch die wirkenden Kr?fte Reifenpartiket herausgerissen, was zu Verschei? f?hrt.

Greg

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62

Dienstag, 7. Februar 2012, 19:03

N?t?lich hat ein Reifen auch Verschlei?, wenn man auf einer Ebene mit konstanter Geschwindigkeit f?hrt.

Der Reifen ?bertr?gt ja eine Kraft auf die Stra?e. Es gibt eine Reibung an der Verbindung zwischen Stra?e und dem Reifen. Auch wenn es keinen Schlupf gibt werden durch die wirkenden Kr?fte Reifenpartiket herausgerissen, was zu Verschei? f?hrt.


Du wirfst Da ein paar Sachen durcheinander. Es gibt es garkeine Reibung bei gering idealisierter Betrachtung, sondern lediglich ein Abrollen, mit einer Relativgeschwindigkeit von Null m/s zwischen Reifen und Fahrbahn. Durch die Kr?fte, die bei (normaler) konstanter Geschwindigkeit entstehen, werden keine Partikel herausgerissen. Die Partikel die herausgerissen werden, werden hierbei vor allem durch Unebenheiten der Stra?e herausgerissen, da w?hrend des Rollens Hinterschneidungen entstehen. Ein weiterer Effekt ist Van der Waals, der durch die Haftung bewirkt, das im kleinsten Bereich Partikel besser an der Stra?e haften, als am Rest des Reifens.
Den Effekt kann man z.B. sch?n beobachten an Wischerbl?ttern, die lange nicht bewegt wurden und dann an der Scheibe regelrecht kleben.

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63

Dienstag, 7. Februar 2012, 19:31

Ich denke nicht, dass ich da falsch liege. Es wirkt eine Kraft vom Reifen auf die Stra?e, sonst w?rde es keinen Vortrieb geben. Zumindest der Luftwiderstand muss ausgeglichen werden. Au?erdem gibt es noch den Rollwiderstand. Diese Kr?fte wirken auf den Reifen ein und sie sind gr??er als Null. ich kann mir nicht voestellen, dass sie ohne Auswirkungen auf den Reifen bleiben.

Van-der-Waals-Kr?fte (ja, mein Chemie LK ist lange her) sind in diesem Bereich eher uninteressant. So fein und zahlreich sind die Lamellen von Reifen auch wieder nicht, dass diese geringen Kr?fte eine Wirkung h?tten.

Greg

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64

Dienstag, 7. Februar 2012, 19:39

Ich denke nicht, dass ich da falsch liege. Es wirkt eine Kraft vom Reifen auf die Stra?e, sonst w?rde es keinen Vortrieb geben. Zumindest der Luftwiderstand muss ausgeglichen werden. Au?erdem gibt es noch den Rollwiderstand. Diese Kr?fte wirken auf den Reifen ein und sie sind gr??er als Null. ich kann mir nicht voestellen, dass sie ohne Auswirkungen auf den Reifen bleiben.

Van-der-Waals-Kr?fte (ja, mein Chemie LK ist lange her) sind in diesem Bereich eher uninteressant. So fein und zahlreich sind die Lamellen von Reifen auch wieder nicht, dass diese geringen Kr?fte eine Wirkung h?tten.


Jetzt solltest Du eventuell aufh?ren, das Eis wird ganz d?nn.

Eine Kraft ist nat?rlich vorhanden, das hat aber mit Reibung NICHTS zu tun. Denke an Deinen Radiergummi, auf den Du dr?ckst und zwar gleichzeitig fest runter und leicht seitlich. Solange der Gumm sich nicht bewegt ist der Verschlei? durch die Reibung gleich Null, da keine Bewegung stattfindet. (P.S. Denke an ein Kugellager, das nat?rlich auch Kr?fte ?bertr?gt. Auch da ist der Verschlei? fast gleich Null).

Elastomer ist der einzige mir bekannte Werkstoff auf der Welt, dessen Reibwert gr??er eins werden kann. Dies liegt zum allergr??ten Teil an den Van der Wals Kr?ften und dabei spielt die Form des Elastomers und dessen Lamellen nicht die geringste Rolle.

P.S. Meine Doktorarbeit habe ich ?ber Elastomerreibung und dessen Verschlei? geschrieben.

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65

Dienstag, 7. Februar 2012, 23:10

Wenn es nur um das theoretische, reine Rollen auf einer Fl?che magst du Recht haben. In diesen Fall wird aber durch die Reifen eine Kraft ?bertragen, um zumindest den Luftwiderstand auszugleichen.

Du kannst hier gerne von d?nnem Eis, Reibwerten von Elastomeren, etc. schreiben. Du wirst mir doch nicht ez?hlen wollen, dass einwirkende Kr?fte keine Auswirkungen auf Reifen haben. Warum werden sonst die Lauffl?chen hei?? Wie ist das denn mit der Temperaturerh?hung durch das Rollen? Steht vielleicht in der Doktorarbeit etwas zur Auswirkung von Hitze auf Elastomere? K?nnte da vielleicht auch ein Grund f?r Verschlei? liegen?

Greg

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66

Mittwoch, 8. Februar 2012, 07:28

Hi,

die W?rme kommt fast uneingeschr?nkt durch Walkarbeit, f?hrt aber zu keinem Verschlei? im Sinne von Materialabtrag.

Verschlei? im Sinne von Materialabtrag kommt in stark vereinfachter Erkl?rung nur durch eine Relativbewegung von zwei sich ber?hrenden Fl?chen zueinander, entlang der Ber?hrebene.

Wie gesagt wird nat?rlich auch ein Reifen, der nur geradeaus rollt einen gewissen Verschlei? haben, aber dieser wird mindestens um eine Zehnerpotenz geringer sein als der durch zu hohe Kr?fte, die zu Schlupf f?hren (Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahrt).

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67

Mittwoch, 8. Februar 2012, 09:24

Ich habe nie etwas Anderes behauptet. Uns ist doch allen klar, dass Reifen durch Schlupf extrem verschlei?en. daf?r braucht man kein Elestomerexperte zu sein. Es reicht, wenn man sich ein Burn-Out Film ansieht.

Interessanter war doch, ob reifen auch ohne Schlupf, einfach durch Drehung unter Fahrzeuggewicht und gegen Widerst?nde, die beim greichm??igen Fahren auftreten verschlei?en. Das tun sie. Auch eine Einschr?nkung des Verschlei?, auf Verschlei? durch Abrieb haben wir nie vorgenommen. Hast du nicht Nick Name ausgiebig erkl?rt, dass durch Walkarbeit kein Verschrei? auftritt?

Lassen wir's gut sein. Eigentlich wollten wir ja wiseen, ob ein Reifen mit gr??erem Durchmesser weniger verschlei?t, als einer mit geringerem Durchmesser und damit h?heren Drehzahlen. Blenden wir alle anderen Faktoren (praxisfremd) aus, dann k?nnte das sogar stimmen.

68

Mittwoch, 8. Februar 2012, 10:13

Was habe ich den hier wieder lustiges los getreten 8o

Echt interessant das alles zu lesen und zu verfolgen. :thumbup:
"Diskutiere niemals mit Idioten! Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort durch Erfahrung"


Greg

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69

Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:01

Interessanter war doch, ob reifen auch ohne Schlupf, einfach durch Drehung unter Fahrzeuggewicht und gegen Widerst?nde, die beim greichm??igen Fahren auftreten verschlei?en. Das tun sie.


Das tun sie nicht, wenn sie auf einer wirklich ebenen und glatten Fl?che rollen w?rden (Glas, Eis). Verschlei? wird normalerweise als Materialabtrag verstanden und diesen gibt es in dem Fall eben nicht.

Verschlei? im Sinne von "Altern", "Setzverhalten", "Ausgasen", "Verspr?den" kann man zwar so sehen, technisch ist es das nicht.

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70

Mittwoch, 8. Februar 2012, 22:59

@Spinnenbein

Kannst die Chips wieder einpacken. Ich habe keine Lust mehr.