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701

Donnerstag, 19. Januar 2012, 14:12

Um das Ganze zu untermauern hätte man noch die Lohnstückkostenentwicklung von China und Indien hinzunehmen sollen. Dagegen sind die 15% von Greichenland in den letzten 10 Jahren lächerlich. Statistiken können so schön nichtssagend sein.
Vergleiche die mehr als hinken!

Erstens holen diese Länder noch massive Produktivitätsrückstände auf, die dann z.T. auch an die Arbeiter weitergegeben werden, ohne das nach außen hin die Preise steigen müssen. Wie das bei uns zu "Wirtschaftswunder-Zeiten" auch war.

Zweitens wurde ja seit geraumer Zeit dort beschlossen, den Binnenkonsum gezielt zu stärken, weil man spätestens seit der Krise gesehen hat, dass auf den Westen dauerhaft kein Verlass ist. (
http://www.n-tv.de/wirtschaft/China-setz…icle761372.html ) Mittlerweile wachsen sogar die Importe stärker als die Exporte! / http://www.n-tv.de/wirtschaft/Chinas-Bin…cle1462166.html )

Und drittens haben diese Länder eigene Währungen und können diese dem Ausland gegenüber sehr flexibel auf (und vor allem) abwerten. Wenn die Löhne steigen, man aber die Währung gegenüber seinen Exportüberschüss-Ländern abwertet, dann i8st das überhaupt kein Problem, weil die Preise nach außen hin gleich bleiben.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Special« (19. Januar 2012, 14:43)


702

Donnerstag, 19. Januar 2012, 14:56

@ Spezial
Bevor ich mich hierzu äussere habe ich die Bitte, dass Du mit Deinen eigenen Worten Lohnstückkosten definierst.
Ich möchte nicht das wir aneinander vorbei reden.

Sir Gulli
Die
Lohnstückkosten zeigen einfach an, inweiweit ein Produkt mit Lohnkosten "belastet" ist.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ein Rückgang dieser Kennziffer muss nicht zwangsweise auf sinkende Löhne hindeuten - das kann auch auf Produktivitätszuwachs hindeuten.

VW hat die Produktivität beim Wechsel von Golf 5 auf Golf 6 beispielsweise um 15% (!) erhöht.
Zu "BRD-Zeiten" war es üblich, große Teile dieses Zuwachses an die Arbeiter weiterzugeben, um die Kaufkraft der Bevölkerung zu erhalten oder zu steigern. Denn die Anteilseigner der Konzerne können ihre Autos nicht alle selbst kaufen ;)

Zu den realen Löhnen an sich (ohne Produktivitätszuwachs):

http://www.boeckler.de/cps/rde/xbcr/hbs/…dax_600x418.jpg


Mittlerweile sind die Löhne bis 2011 sogar REAL GESUNKEN. Das deutsche Modell lautet also:
Die eigene Bevölkerung sowie die Binnen-Betriebe (Niedriglöhner konsumieren nicht sonderlich viel ;)) mit Niedriglohn und Zeitarbeit ausbluten zu lassen, um dann mehr im Ausland abzusetzen.

Ist hier sehr schön auseinandergepflückt worden:
http://www.querschuesse.de/nichts-neues-…rtschaftwunder/

Und darüber sollte sich kein hier ansässiger Mittelständischer Betrieb freuen, sofern er denn nicht zu 100% im Export tätig ist.
Denn wenn viele Firmen keine anständigen Löhne mehr zahlen möchten, wo glaubt er, bekommen seine Kunden das Geld her? ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Special« (19. Januar 2012, 15:27)


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703

Donnerstag, 19. Januar 2012, 17:39

Zitat

Die

Lohnstückkosten zeigen einfach an, inweiweit ein Produkt mit Lohnkosten "belastet" ist.


Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ein Rückgang dieser Kennziffer
muss nicht zwangsweise auf sinkende Löhne hindeuten - das kann auch auf Produktivitätszuwachs hindeuten.
Wortwörtlich WIKI, die ich auch gerne nutze. Die Lohnstückkosten geben keine klare
Aussage über die Lohnentwicklung, da Rationalisierung durch
Automatisierung und Verkürzung der Taktzeiten alles stark verzerrt. Da
gefällt mir die Reallohnstatistik schon besser. Mich würde jedoch
interessieren was sich jeder Arbeitnehmer mit dem erwirtschafteten Geld
leisten kann. Das ist letztendlich wichtig. Denn bei uns sind bei vielen
Produkten die Preise am Boden, leider auch die Qualität bei vielen
Lebensmitteln. Generell muß ich Dir jedoch Recht geben, die
Arbeitnehmer sollten wieder einen realen Lohnzuwachs haben. Dennoch
halte ich von der Story von mehr Gehalt mehr Konsum mehr Wachstum so
viel, wie von der Münchhausengeschichte, wo der gute Herr sich selbst an
seinem Zopf aus dem Sumpf zieht. Wir sollten hier mal die Historie
betrachten. Wir sollten mal betrachten von welchem sehr hohen
Lohnniveau wir kommen. 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich.
Danach wurde rationalisiert, Fabriken geschlossen und verlagert. Wir
hatten hier sicher einen schön hohen Reallohn bei allen die noch 5 Jahre
nach diesem Desaster Arbeit hatten. Der Staat blutete langsam an den
vielen Arbeitslosen aus. Viel Lohn für Wenige ist sicher der falsche
Weg. Du schneidest viele Themen an. Ich bin der Meinung Leiharbeiter
sollten mehr verdienen als fest Angestellte in der gleichen Position.
Die Leute sind flexibler, haben weniger soziale Sicherheit, Privilegien
und Rechte. Heute muß man für alle Dienstleistungen, die besonders
schnell unhd flexibel gehen sollen mehr bezahlen. Warum nicht auch an
die Zeitarbeiter ????
Aber zurück Zur Eurokriese. Diese hätten wir sicher nicht wenn unsere lieben Nachbarn nicht so viele Schulden gemacht
hätten bzw. leistungsfähiger wären. Wenn wir leistungschwächer werden schwächt
das nur Europa. Spezial, Du mußt globaler denken. Die Konkurenten, die
dafür sorgen das hier in Europa die Industrie abwandert, weniger
Überschuß generiert wird sitzt in Asien. Solange die Transportkosten +
Fertigungskosten für dort gefertigte Produkte nicht höher sind als hier
sind wir nicht konkurrenzfähig. Da hilft keine ankurbeln der Konjunktur
mit irgendwelchen Programmen. Die Geschichte zeigt das die absoluter Unsinn ist.

Bis bald

Sir Gulli
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sir-Gulli« (19. Januar 2012, 17:59)


Greg

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704

Donnerstag, 19. Januar 2012, 19:02


Da hilft keine ankurbeln der Konjunktur
mit irgendwelchen Programmen. Die Geschichte zeigt das die absoluter Unsinn ist.

Im Gegenteil: es zeigt sich an tausenden Beispielen, daß staatliche "Programme" immer exakt das Gegenteil erreichen.

P.S. Was mich hoffnungsvoll stimmt nach den drei Tagen in China, ist, daß dort selbst die Wanderarbeiter mittlerweile 400€ im Monat verdienen. Das ist nicht mehr so weit weg von uns, wie die 40€ vor zehn Jahren.

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705

Donnerstag, 19. Januar 2012, 21:02

@Greg

Da bist Du wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen.
Ich glauben,falls ich nicht irgendwelcher Propaganda auf den Leim gegangen bin, dass das verlängerte Kurzarbeitergeld am Anfang der Finanzkriese doch sehr gut war oder ????
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

Rockbit

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706

Donnerstag, 19. Januar 2012, 21:55

Zitat

Ich glauben,falls ich nicht irgendwelcher Propaganda auf den Leim gegangen bin, dass das verlängerte Kurzarbeitergeld am Anfang der Finanzkriese doch sehr gut war oder ????


Das meint, so glaube ich, Gregor doch garnicht. Er denkt eher an die unwirksamen Konjunkturprogramme, die nur ein Strohfeuer entzünden. Langfristig kann der Staat überhaupt nichts unternehmen, außer verbessernde Randbedingungen zu schaffen, die wirken.

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707

Freitag, 20. Januar 2012, 02:05

OK, da hatte ich Greg falsch verstanden. In diesem Punkt sind wir uns dann alle einig.

Gruß

Sir Gulli
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

708

Dienstag, 31. Januar 2012, 20:03

@Sir-Gulli

Das sind natürlich Ansichten, die populär sind (und die ich auch verstehe), leider gehen sie dann aber doch an der Wahrheit vorbei.

Warum? Richtiger wäre die Aussage "Die Arbeitslosigkeit ist TROTZ der 35-Stunden Woche gestiegen".
Eine Arbeitszeitverkürzung (bei vollem Lohnausgleich) kann rein logisch nur dann zu Arbeitslosigkeit führen, wenn die Verkürzung stärker wäre als der Produktivitätszuwachs, weil dann weniger produziert wird- was nicht so war ( im Gegenteil ). Aufgrund moderner Roboter-gestützter Fertigungsstraßen, die immer mehr aufkamen, gingen die Entlassungen natürlich dann weiter.

Und das Ende ist hier lange nicht erreicht. Alleine beim Wechsel von Golf 5 auf Golf 6 konnte VW in der Produktivität über 15% zulegen. Letztens habe ich eine Pressemitteilung gelesen, dass man langfristig gerne noch einmal 50% drauflegen möchte und das auch möglich sei. Sprich mit der Hälfte der Mitarbeiter kann man dann genauso viele Autos fertigen wie heute.

Ich verweise da gerne auf Jerimiy Rifkin, der das Problem sehr gut analysiert hat und auch ein Buch darüber verfasst hat:
http://www.iep.uni-karlsruhe.de/download…erschwinden.pdf

Wir haben bereits jetzt die Situation, dass aktuell nur noch 2.5 von 10 Menschen wirklich in der Bedürfnisbefriedigung tätig sind. Sprich in Fertigung oder Entwicklung. Die anderen 1.5, die noch Arbeit haben, haben maximal einen Einkommensplatz. Sprich sie gammeln in Behörden rum oder malen den ganzen Tag Flipcharts, wenn ich das mal so überspitzt sagen darf. Würde man bei den Schreibtischtätern genauso konsequent rationalisieren wie in der Fertigung, sähe die Lage dann doch sehr viel eindeutiger aus ;) Und das mit den Flipcharts ist wenn wir ehrlich sind nicht mal überspitzt, ich habe das in den Unternehmen wo ich war hautnah erleben müssen.

Wenn das denn alles so rosig ist, ja wo geht denn das ganze Geld dann hin? Warum fehlt überall Geld?! Nun, das wandert auf Bankkonten und in Dividenden und will verzinst werden. Und da sind wir auch beim Thema: Leistungslose Einkommen.



Durch die Wirkung von Zins+Zinseszins steigen diese Erträge natürlich immer weiter an. Mittlerweile belaufen sich die gesamten leistungslosen Einkommen in der BRD (sprich jemand verdient ohne Wertschöpfung Geld, nur weil er Geld besitzt) auf 40% des BIP an (!!). Und die wollen natürlich erarbeitet werden.

Nun, warum ist Sparen in Zusammenhang mit Zins solch ein Problem? Weil Sparen zunächst einmal ein Vorgang ist, der die Realwirtschaft schädigt, weil er ihr Geld entzieht - sprich deflationär wirkt. Das kann ausgeglichen werden, wenn Kreditaufnahmen in gleicher Höhe des Sparvorgangs erfolgen (was in guten Jahren auch so ist). In schlechten Jahren übernimmt dies der Staat - mit bekannten Folgen. Und hier sollte man nicht nur Unternehmensgewinnen die Schuld in die Schuhe schieben - hohe Gehälter, die mit Zins gespart werden, haben natürlich den gleichen Effekt.

Aber es wird doch niemand gezwungen, sich überhaupt zu verschulden? Doch, es geht leider nicht anders. Hätte niemand damit angefangen (i.d.R. in Form von Unternehmensgründungen), hätten wir jetzt noch Tauschwirtschaft - denn Geld kommt nur durch verzinste Schuld (Kredit) in Umlauf. Jeder Geldschein, jeder Euro auf der Bank- den hat einmal jemand als Kredit aufgenommen. Und diese Kredite wollen natürlich alle verzinst werden, was zusätzlichen Geldbedarf und zusätzliche Verschuldung bewirkt, weil der Zins nun mal nicht in der aktuellen Geldmenge vorhanden ist. Würde sich also aktuell niemand Neu verschulden, bräche die Wirtschaft in Windeseile zusammen. Verstärkend kommt noch hinzu, dass nicht nur Sparvorgänge durch neue Schulden ausgeglichen werden müssen, sondern auch Kredit-Tilgungen. Denn mit jeder Tilgung wird Geldmenge vernichtet.

Und das sieht dann so aus :





Dass das auf kurz oder lang zusammenbrechen MUSS, das dürfte jedem einleuchten. Und dann endet es leider so, wie es viele (incl. mir) hier befürchten: Mit Unruhen, Krieg, Enteignungen und Zwangshypotheken.

Doch gäbe es eine Lösung? Die gäbe es: Negative Zinsen auf Geldhortung. Sprich jeder, der sein Geld nicht für 0% auf einem Sparkonto für mind. 1 Jahr festlegt, müsste einen Strafzins von sagen wir 3% bezahlen. Wer es hingegen anlegt, behält die gesamte Summe. Dafür kämen wir ohne Inflation aus und das Geld wäre stabil.

Die leistungslosen Einkommen belaufen sich wie gesagt mittlerweile auf ca. 40% des BIP. Das entspricht ca. 800 Millarden pro Jahr. Könnte man diese durch o.g. Maßnahmen eliminieren, könnten nicht nur die Staatsschulden in 2,5 Jahren (!!) getilgt werden, es hätte theoretisch JEDER volljährige Bürger zusätzlich ca. 1000€ / Monat mehr in der Tasche, ohne dass dafür irgendjemand enteignet werden müsste oder irgendeiner Steuer geändert werden müsste.

------------

Nun zum Thema Griechenland/Südländer:
Das Hauptproblem der Südländer ist Korruption und Steuerhinterziehung. Und das kann jeder, der mal eine zeitlang dort war bestätigen. Ohne Korruption kannst du dort nicht mal sinnvoll ein Bankkonto eröffnen. Wenn Steuern in zweistelliger Millardenhöhe hinterzogen werden, ist es natürlich kein wunder, woher die Defizite kommen. Und das Korruption nicht gerade die Produktivität und die Wirtschaft - sondern nur die Vetternwirtschaft beflügelt, ist auch kein Wunder.

Nun, das sind aber leider Dinge, die sind schon 50 Jahre so, und die wird man auch kaum ändern können. Bisher gab es Währungen, die diese und andere Probleme abfedern konnten. Zunächst mal diente hierzu die Inflations-Karte. Griechenland hatte lange zweistellige Inflationsraten. Das Geld um dass die Bürger ihn "beschissen" hatte, hat der Staat mithilfe der Zentralbank einfach herbei inflationiert. Keine tolle Lösung - aber solange die Leute dieses Katz-und-Maul-Spiel akzeptiert haben, konnte man so über die Runden kommen. Der Euro macht dies nicht mehr möglich. Die Defizite schlagen voll durch.
Problem 2: Die Wettbewerbskarte. Vetternwirtschaft sorgt natürlich nicht für Produktivität, der Export fällt schwer. Doch dies kann man durch schwache Währungen ausgleichen, da eine abgewertete Währung, die Einkaufspreise für das Ausland senkt. Gleichzeitig (WICHTIG) sorgt sie für eine ImportHEMMUNG. Das heisst ein Italiener meidet einen Mercedes ( da mit schwacher Währung unbezahlbar), kauft dafür einen Fiat und stützt somit nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern vermeidet damit auch Leistungsbilanzdefizite durch einen Überhang von Importen, die auf die Staatsverschuldung durchschlagen. Das sehen wir aktuell bei den Südländern.
Problem 3: Wenn Länder in einen Boom kommen (in den Südländern durch den Bauboom), weil massiv Kapital durch außen zugeführt wird,
steigen i.d.R. auch die Preise und somit auch die Löhne. Das hat nicht alles mit Faulheit oder Gier zu tun. Auch hierfür dient i.d.R. eine eigene Währung als Ausgleichs-Puffer. Dies macht der Euro ebenso unmöglich.

Fazit:
Vieles ist ganz anders, als man denn so denkt ;)

PS:
Wer sich fragt, warum ich hier solche Romane schreibe: Das ganze landet früher oder später in einem Buch, BoD machts möglich ;)

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709

Dienstag, 31. Januar 2012, 20:09

@ Spezial

Danke für Deinen Roman. Bitte nimm es mir nicht Übel, wenn ich erst in ein paar Tagen antworte. Aber ich fahre für ein paar Tage in Urlaub.

Bis dann

Sir Gulli
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

710

Dienstag, 31. Januar 2012, 20:13

@ Spezial

Danke für Deinen Roman. Bitte nimm es mir nicht Übel, wenn ich erst in ein paar Tagen antworte. Aber ich fahre für ein paar Tage in Urlaub.

Bis dann

Sir Gulli
Have fun ;)

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711

Donnerstag, 2. Februar 2012, 12:49

@Special

So richtig scheint dein Patenrezept "negative Zinsen" nicht zu funktionieren. Die Realzinsen sind doch, zumindest für relativ sichere Anlagen, schon lange negativ. Noch extremer ist das in Japan wo die Zinssätze schon lange praktisch bei 0% liegen und die Realzinssätze deutlich negativ sind. Die dortigen wirtschaftlichen Verhältnisse sollten wir vielleicht doch nicht zum Vorbild nehmen.

Deie erste Grafik ist übrigens ganz nett. Was zeit sie denn:
1. Der Bruttolohnanteil am BIP ist nahezu konstant (Ist-Zahlen, nicht Prognose)
2. Der Nettolohnanteil fällt, also steigt der Steueranteil
3. Gleichzeitig steigen Zinserträge

Was kann man daraus folgern: Der Staat nimmt das Geld von Erwerbstätigen, um damit Zinsen zu zahlen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: entweder hat der Staat schlechte Investitionasentscheidungen getroffen (wenn sie gut gewesen wären müsste der Steueranteil wieder sinken) oder Deutschland lebt über seine Verhältnisse. Kann man den Geldgebern daraus einen Vorwurf machen, die jetzt über ein höheres Geldvermögen verfügen? Ganz fair wäre das nicht, auch wenn das momentan gerne so gesehen wird.

Die entstandenen Schere aus Verschuldung und Geldvermögen kann man doch nur über Inflation, Enteignung oder Steuererhöhungen schließen. Das ist wie Pest oder Cholera.

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712

Mittwoch, 29. Februar 2012, 22:45

Echt gutes Filmchen

http://www.topky.sk/cl/100535/1298587/Su…eckych-divakov-

Der Mann gilt in der Slowakei als Recht populistisch. Ich fand seine Argumentation recht pfiffig. Der deutsche EU Präsident machte argumentativ eine extrem schlechte Figur.

Sir GUlli
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713

Sonntag, 4. März 2012, 17:52

Geld in Betongold versenken

Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

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714

Donnerstag, 22. März 2012, 15:55

Teil 1

@Spezial

Zitat

Das sind natürlich Ansichten, die populär sind (und die ich auch verstehe), leider gehen sie dann aber doch an der Wahrheit vorbei.


Die Wahrheit hat viele Gesichter und wird oft im nach hinein erkannt

Zitat

Warum? Richtiger wäre die Aussage "Die Arbeitslosigkeit ist TROTZ der 35-Stunden Woche gestiegen".
Eine Arbeitszeitverkürzung (bei vollem Lohnausgleich) kann rein logisch nur dann zu Arbeitslosigkeit führen, wenn die Verkürzung stärker wäre als der Produktivitätszuwachs, weil dann weniger produziert wird- was nicht so war ( im Gegenteil ).


Ich gehe mal davon (ich weiss nicht genau) aus, dass aufgrund der Arbeitszeitverkürzung zusätzlich noch viele einfach Prozesse stärker teilautomatisiert (also noch mehr Geld investiert) wurden um die Produkivität gleich hoch halten bzw. zu steigern. Zusätzlich wurden damals die Taktzeiten reduziert, d.h. die Arbeit wurde stressiger was nicht unbedingt zu einem glücklicheren Arbeitnehmer geführt hat.

Mit höheren Löhnen steigt das Risiko bei einem Nachfrageeinbruch weiter die teuren Arbeitskräfte zu bezahlen. Dem Hire und Fireprinzip hatte und hat sich Deutschland Gott sei Dank nicht so stark zugewandt wie die USA. Obwohl es mit der Leiharbeitern ganz in die Richtung geht.

Zitat

Aufgrund moderner Roboter-gestützter Fertigungsstraßen, die immer mehr aufkamen, gingen die Entlassungen natürlich dann weiter.


Das ist wohl schon fast als natürliches Prinzip anzusehen.
Als in Rom die Sklaven knapp und teuer wurden wurde automatisiert.
Mit den Webmaschinen, die besser und schneller waren wurden tausende von Arbeitern entlassen. Wir Menschen versuchen uns immer zu optimieren. Auch im privaten Bereich.
Ansonsten hätten wir im privaten Bereich z.B. noch den Waschtag und nicht die Waschmaschine oder die Küchenhilfe und nicht die Spülmaschine und viele kleine elektrische Helferlein.

Zitat

Und das Ende ist hier lange nicht erreicht. Alleine beim Wechsel von Golf 5 auf Golf 6 konnte VW in der Produktivität über 15% zulegen. Letztens habe ich eine Pressemitteilung gelesen, dass man langfristig gerne noch einmal 50% drauflegen möchte und das auch möglich sei. Sprich mit der Hälfte der Mitarbeiter kann man dann genauso viele Autos fertigen wie heute.


Das hat wohl mehr mit optimaler Konstruktionsgestaltung, Baukastenprinzip usw. zu tun. Außerdem ist es doch gut wenn es Innovationen gibt. Ist dies nicht was den Menschen aus macht ??

Zitat


Ich verweise da gerne auf Jerimiy Rifkin, der das Problem sehr gut analysiert hat und auch ein Buch darüber verfasst hat:
http://www.iep.uni-karlsruhe.de/download…erschwinden.pdf

Wir haben bereits jetzt die Situation, dass aktuell nur noch 2.5 von 10 Menschen wirklich in der Bedürfnisbefriedigung tätig sind. Sprich in Fertigung oder Entwicklung. Die anderen 1.5, die noch Arbeit haben, haben maximal einen Einkommensplatz. Sprich sie gammeln in Behörden rum


Ich glaube du warst lange nicht mehr in Deutschland in den unterschiedlichen Behörden.
Bis auf ein paar kleine Dinge bin ich total zufrieden mit denen. In der Regel guter Service, keine kostenpflichtige Nummern und nicht total gestresste Arbeitnehmer. Dort gibt es teilweise sogar Heimarbeitsplätze für Mütter. Also eigentlich ein erfülltes Arbeitsleben oder ??? Sei also nicht neidisch. Wären sicher ein paar tolle Jobs für dich dabei.
Obwohl in den Finanzamt wo ich öfters bin, die stehen ganz schön unter Druck. Ich glaube die haben im Durchschnitt für jede Arbeitnehmer Steuererklärung nur 10 bis 15 Minuten.

Zitat


Malen den ganzen Tag Flipcharts, wenn ich das mal so überspitzt sagen darf. Würde man bei den Schreibtischtätern genauso konsequent rationalisieren wie in der Fertigung, sähe die Lage dann doch sehr viel eindeutiger aus ;) Und das mit den Flipcharts ist wenn wir ehrlich sind nicht mal überspitzt, ich habe das in den Unternehmen wo ich war hautnah erleben müssen.

Wenn das denn alles so rosig ist, ja wo geht denn das ganze Geld dann hin? Warum fehlt überall Geld?! Nun, das wandert auf Bankkonten und in Dividenden und will verzinst werden. Und da sind wir auch beim Thema: Leistungslose Einkommen.

Durch die Wirkung von Zins+Zinseszins steigen diese Erträge natürlich immer weiter an. Mittlerweile belaufen sich die gesamten leistungslosen Einkommen in der BRD (sprich jemand verdient ohne Wertschöpfung Geld, nur weil er Geld besitzt) auf 40% des BIP an (!!). Und die wollen natürlich erarbeitet werden.

Nun, warum ist Sparen in Zusammenhang mit Zins solch ein Problem? Weil Sparen zunächst einmal ein Vorgang ist, der die Realwirtschaft schädigt, weil er ihr Geld entzieht - sprich deflationär wirkt. Das kann ausgeglichen werden, wenn Kreditaufnahmen in gleicher Höhe des Sparvorgangs erfolgen (was in guten Jahren auch so ist). In schlechten Jahren übernimmt dies der Staat - mit bekannten Folgen. Und hier sollte man nicht nur Unternehmensgewinnen die Schuld in die Schuhe schieben - hohe Gehälter, die mit Zins gespart werden, haben natürlich den gleichen Effekt.

Aber es wird doch niemand gezwungen, sich überhaupt zu verschulden? Doch, es geht leider nicht anders. Hätte niemand damit angefangen (i.d.R. in Form von Unternehmensgründungen), hätten wir jetzt noch Tauschwirtschaft - denn Geld kommt nur durch verzinste Schuld (Kredit) in Umlauf. Jeder Geldschein, jeder Euro auf der Bank- den hat einmal jemand als Kredit aufgenommen. Und diese Kredite wollen natürlich alle verzinst werden, was zusätzlichen Geldbedarf und zusätzliche Verschuldung bewirkt, weil der Zins nun mal nicht in der aktuellen Geldmenge vorhanden ist. Würde sich also aktuell niemand Neu verschulden, bräche die Wirtschaft in Windeseile zusammen. Verstärkend kommt noch hinzu, dass nicht nur Sparvorgänge durch neue Schulden ausgeglichen werden müssen, sondern auch Kredit-Tilgungen. Denn mit jeder Tilgung wird Geldmenge vernichtet.


Wenn ich Aktien kaufe beteilige ich mich an Produktivkapital und schaffe eventuell sogar neue Arbeitsplätze. Natürlich arbeite ich nicht selbst für die Dividende, gebe aber anderen Geld und Möglichkeiten Arbeitsplätze zu schaffen. Für mein eingegangenes Risiko erwarte ich natürlich auch eine entsprechend Vergütung. Für Anleihen gilt teilweise das Gleiche.
Wenn Du ein Auto leihst. Zahlst Du für die Nutzung des selbigen. Als Aktionär bekomme ich einen Teil Deiner Zahlung und trage zusätzlich das Risiko, dass jeder in der Kette, der Dir das Auto zu Verfügung stellt Mist baut. Ohne jemanden der bereit wäre das Risiko einzugehen, ständen alle Räder still und Du könntest eventuell nicht Deine Arbeit erledigen.
Für das Geld unter dem Kopfkissen gilt dies natürlich nicht.
Wenn Du Dies alles abschaffen willst dann bitte nach der Analyse von Marx. Aber bitte schaffe vorher den rationalen Menschen ohne Egoismus, der für das Gemeinwohl bedingungslos seine eigene Wünsche und Bedürfnisse zurückstellt und nicht nach etwas Besonderen und Individuellen, das Ihn von den anderen abhebt, strebt.

Zitat

Und das sieht dann so aus :

Dass das auf kurz oder lang zusammenbrechen MUSS, das dürfte jedem einleuchten. Und dann endet es leider so, wie es viele (incl. mir) hier befürchten: Mit Unruhen, Krieg, Enteignungen und Zwangshypotheken.

Doch gäbe es eine Lösung? Die gäbe es: Negative Zinsen auf Geldhortung. Sprich jeder, der sein Geld nicht für 0% auf einem Sparkonto für mind. 1 Jahr festlegt, müsste einen Strafzins von sagen wir 3% bezahlen. Wer es hingegen anlegt, behält die gesamte Summe. Dafür kämen wir ohne Inflation aus und das Geld wäre stabil.

Da bist Du ja ein Verfechter von Silvio Gesell, dem Erfinder des rostenden Geldes.
Momentan habe wir doch die Situation. Das Geld wird weniger Wert. Auf halbwegs sichere Anlagen bekommst Du ca. 1,5 %. Abzüglich Steuer, Inflation und sonstiger Kosten zahlst Du 1% - 1,5% Strafzinsen. Was passiert in Deutschland ?? Es wird modernisiert. So viele Baugerüste habe ich in den letzten 10 Jahren nicht gesehen. Die Deutschen Reisen und geben das Geld im Verhältnis zu früher mit vollen Händen aus. Grund negativer Zins, Angst das Geld vollkommen zu verlieren (wg Bankenkrise). Weniger Angst vor Arbeitslosigkeit.
Ich glaube vieles regelt sich von alleine.

Zitat

Die leistungslosen Einkommen belaufen sich wie gesagt mittlerweile auf ca. 40% des BIP. Das entspricht ca. 800 Millarden pro Jahr. Könnte man diese durch o.g. Maßnahmen eliminieren, könnten nicht nur die Staatsschulden in 2,5 Jahren (!!) getilgt werden, es hätte theoretisch JEDER volljährige Bürger zusätzlich ca. 1000€ / Monat mehr in der Tasche, ohne dass dafür irgendjemand enteignet werden müsste oder irgendeiner Steuer geändert werden müsste.

Wie schon oben erwähnt. Ich halte das Geld nicht für unproduktiv. Dieser Ansatz kann auch nur funktionieren seit dem das Papiergeld keinen realen Gegenwert wie Gold hat. Sprich hätte ich Gold oder dergleichen funktionierte es nicht.
Ich möchte die Personen sehen, die sich plötzlich keinen neuen PKW kaufen könnten weil Sie keinen Kredit bekämen. Oder wie soll das System funktionieren ???
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sir-Gulli« (23. März 2012, 11:26)


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715

Donnerstag, 22. März 2012, 15:56

Teil 2

N

Zitat

un zum Thema Griechenland/Südländer:
Das Hauptproblem der Südländer ist Korruption und Steuerhinterziehung. U.........sondern nur die Vetternwirtschaft beflügelt, ist auch kein Wunder.

Nun, das sind aber leider Dinge, die sind schon 50 Jahre so, und die wird man auch kaum ändern können. Bi......... Der Euro macht dies nicht mehr möglich. Die Defizite schlagen voll durch.

Problem 2: Die Wettbewerbskarte. Vetternwirtschaft sorgt natürlich nicht für Produktivität, der Export fällt schwer. Doch dies kann man durch schwache Währungen ausgleichen, da eine abgewertete Währung, die Einkaufspreise für das Ausland senkt. Gleichzeitig (WICHTIG) sorgt sie für eine ImportHEMMUNG. D........... Das sehen wir aktuell bei den Südländern.

Problem 3: Wenn Länder in einen Boom kommen (in den Südländern durch den Bauboom), weil massiv Kapital durch außen zugeführt wird,
steigen i.d.R. auch die Preise und somit auch die Löhne. Das hat nicht alles mit Faulheit oder Gier zu tun. Auch hierfür dient i.d.R. eine eigene Währung als Ausgleichs-Puffer. Dies macht der Euro ebenso unmöglich.

Da hast Du wohl Recht

Fazit:
Vieles ist ganz anders, als man denn so denkt ;)

PS:
Wer sich fragt, warum ich hier solche Romane schreibe: Das ganze landet früher oder später in einem Buch, BoD machts möglich ;)


Da hast Du wohl Recht

Zum Abschluß,
ich empfinde diese Vorschläge (Leistungslose Einkommen) mehr als Neid Debatte die allen, die bis jetzt über Ihre Verhältnisse gelebt haben belohnen will. Unsere ganze Welt krankt daran das aufgrund der Technologien gesellschaftliche Systeme zusammenwachsen, die in jeder Form sehr unterschiedlich sind ohne dass man genug Zeit hat sich anzupassen. Dies wird vermutlich in jeder Form noch zu einigen Auseinandersetzungen führen. Entweder wir alle lernen oder gehe unter. Das ist Evolution.

Aber ich gebe Dir Recht dieses Thema kann man nicht mit ein paar Zeilen abhandeln
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sir-Gulli« (23. März 2012, 11:27)


716

Donnerstag, 22. März 2012, 22:13

Irgendwie kapier ich's noch nicht so ganz (bin halt ein langsamer Schweizer, bzw. Berner): Wem antwortest Du, oder wer antwortet Dir? Etwa schon das CLS-Baby :D ? Oder führst Du Selbstgespräche 8o ?
Zum Inhalt will ich mich jetzt noch nicht äussern, das muss ich mir mal in einer ruhigen Minute durchlesen.
Gruss Cirrus

717

Freitag, 23. März 2012, 07:47

Ich kapier es auch nicht, wirst du alt und führst Selbstgespräche...? ?(

Nick
Echte Männer rauchen beim Tanken!

Greg

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718

Freitag, 23. März 2012, 07:49

Sir,

ich gebe Dir natürlich Recht und wie Du weißt, bin ich ein Freund radikaler und einfacher Lösungen und bin dabei nicht der erste, denn wenn ich zitieren darf: "laissez faire".

Der Staat, oder besser alle Staaten sollten sich im wesentlichen NUR um:
1. Sicherheit
2. Verkehrswege
3. Grundschulbildung

kümmern.

1. Sicherheit beinhaltet für mich NICHT die Vorgabe, daß in einer Anleitung davor gewarnt werden muß, daß es wehtut, wenn man einen Kühlschrank auf die Füße fallen läßt. Es beinhaltet auch nicht, daß man sich über Bananenkrümmungen und Eierfarben Gedanken macht oder sie sogar vorgibt. Sicherheit hört für mich da auf, wo der Staat, Mord, Totschlag, Betrug, Diebstahl, Vergewaltigung Kinderschändung ahndet und bestraft. Das soll er aber WIRKLICH tun. Mein Strafsystem würde auch ganz anders aussehen. Wer hat etwas davon Menschen einzusperren? Ich behaupte niemand, wenn wir Fälle ausnehmen, die nicht reformierbar sind. DIese muß man aber klar benennen und klare Konsequenzen ziehen. Sinnvolle Strafen? Wie wäre es mit Organspenden? Sagen wir Knochenmark für Diebstahl, eine Niere für Vergewaltigung? (Manche machen es freiwillig)

2. Verkehrswege. Dazu muß man nicht viel sagen, außer daß UNSER Staat endlich den A... hochheben muß und die 30 Jahre Planungsdauer auf 3 Jahre runterreduzieren MUSS.

3. Grundschule, meinetwegen bie zum Hauptschulabschluß. GLEICHWERTIGE Abschlüsse in jedem Bundesland, was z.B. beinhaltet, daß die Abituraufgaben für ALLE Schüler und auch das Benotungssystem für ALLE Deutschen gleich sind.

Der ganze sonstige DRECK, sollte endlich aus dem Verantwortungsbereich der Idioten raus. Das was momentan passiert ist mittlerweile schlimmer als im früheren "real existierenden Sozialismus" und geht auf meine Hypothese zurück, daß jedes System in dem die "Unterste Hierarchie" der obersten nicht persönlich in den A... treten kann, automatisch als Hauptziel versuchen wird DAS SYSTEM zu erhalten und auszubauen und dies als oberste Zielsetzung verankern wird. Nichts anderes ist die EU: eine weitere Verschachtelung eines Systems, mit zusätzlichen Ebenen, die nichts anderes sind, wie früher mehrere Burgmauern ineinander.

Wie im Sozialismus wird der arbeitende, ertragbringende bestraft und der faule in der Ecke liegende belohnt. Das funktioniert aber nur so lange bis der letzte begriffen hat, daß sich Arbeit nicht lohnt.

  • »Sir-Gulli« ist der Autor dieses Themas

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719

Freitag, 23. März 2012, 11:31

Sorry & Danke für die konstruktive Kritik

ich hatte leider etwas Probleme diesmal

a) Beim editieren da ich über 10.000 Zeichen gekommen bin. Da bin ich nachher mit dem vielen Copy & Paste durcheinander gekommen und ich hatte keine Zeit zur ordenlichen Kontrolle.

b) die Essenz aus Spezials Aussagen zu ziehen. Sorry wenn mir die Strukturierung nicht gelungen ist.

Bis bald
Sir Gulli
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

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720

Freitag, 23. März 2012, 13:07

Das Grüne Risiko

Wer wer sein Gewissen ergrünen lassen will sollte sich diese Seiten durchlesen damit die Rendite nicht in den Keller geht

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boe…ng/6301548.html

Sir Gulli
Der den CLS fährt bis die Reparatur oder die Tankfüllung teurer als der Restwert ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sir-Gulli« (23. März 2012, 13:21)